Steffi Jones

Steffi Jones
22. Dezember 1972, Frankfurt am Main
Abwehr

Stationen als Spielerin:
1986–1991 SG Praunheim
1991–1992 FSV Frankfurt
1992–1993 SG Praunheim
1993–1994 TuS Niederkirchen
1994–1997 SG Praunheim
1997–1998 FSV Frankfurt
1998–2000 SC 07 Bad Neuenahr
2000–2002 1. FFC Frankfurt
2002–2003 Washington Freedom
2003–2007 1. FFC Frankfurt

Erfolge:
Deutsche Meisterin: 1998, 2001, 2002, 2003, 2005, 2007
DFB-Pokalsiegerin: 2001, 2002, 2003
UEFA Women’s Cup-Siegerin: 2002, 2006
US-Meisterin: 2003

Nationalmannschaft:
111 Spiele (9 Tore)
Weltmeisterin: 2003
Europameisterin: 1997, 2001, 2004
Olympische Bronzmedaille: 2000, 2004

16 Jahre Bundesliga-, 14 Jahre Nationalspielerin – Steffi Jones war schon lange bevor sie als Chefin des nationalen Organisationskomitees für die WM 2011 in Deutschland auf der Sportfunktionärsbühne und 2016 als Bundestrainerin ins Rampenlicht rückte, eine der prägendsten Figuren des Frauenfußballs. Die Defensivspezialistin sicherte sich auf Vereinsebene insgesamt vier Deutsche Meisterschaften und drei Siege im DFB-Pokal. Im Rahmen ihrer 111 Länderspiele wurde sie 2003 Weltmeisterin und errang drei EM-Titel sowie zwei olympische Bronzemedaillen. Bei der Europameisterschaft 1997 in Schweden wurde sie zur besten Abwehrspielerin des Turniers gewählt.

Steffi Jones‘ Aufstieg zur erfolgreichen Fußballerin verlief nicht ohne Widerstände. In jungen Jahren sah sich die Tochter eines afroamerikanischen US-Soldaten und einer deutschen Mutter wegen ihres Äußeren oft Vorbehalten ausgesetzt. Doch schon im Jugendbereich erwarb sie sich als Spielführerin in Jungen-Mannschaften Respekt und Anerkennung und übernahm Verantwortung. Damit waren die Grundlagen für ihre außergewöhnliche Karriere gelegt, in der sie als große Spielerpersönlichkeit mit Zweikampfstärke, gutem Auge und feiner Technik dem Spielgeschehen ihren Stempel aufdrückte.

Hall of Fame

Die HALL OF FAME des deutschen Fußballs ist auf Initiative des Deutschen Fußballmuseums gegründet worden. Im November 2018 und Januar 2019 haben führende Sportjournalistinnen und Sportjournalisten die Gründungsmannschaften der Männer und Frauen gewählt. Die Jurymitglieder waren aufgerufen, ihre Spieler- und Trainerpersönlichkeiten des deutschen Männer- und Frauenfußballs zu berufen. Genannt werden durften Spielerinnen und Spieler, die für deutsche Auswahlmannschaften spielberechtigt waren und deren Karriereende mindestens fünf Jahre zurückliegt.

Die HALL OF FAME würdigt die größten Legenden des deutschen Fußballs erstmals zentral an einem Ort. Sie ist Teil der Dauerausstellung im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Am 1. April 2019 eröffnet, ist so eine dauerhafte Pilgerstätte für alle Fußballfans entstanden. Die Jury entscheidet im jährlichen Rhythmus über weitere Neuaufnahmen aus dem Männer- und Frauenfußball.